Neue Dimensionen bei HeMiGo-Sommerreise

Hans-Joachim Jost

 

In der langen Geschichte des Golfspiels war es durchaus nicht immer üblich, fremde Plätze zu besuchen. Der Golf-Tourismus ist eher eine Erscheinung des modernen Lebens und eine Folge des langen Golfbooms. Er ist in den letzten Jahren stark angestiegen und wir wissen vom Präsidenten des GVNB, Dieter Schimmelpfennig (aus dessen Kolumnen man viel über die Golf-Historie erfahren kann), dass in der Vergangenheit allenfalls mal „Offene“ veranstaltet wurden, zu denen die Golfer aus der Nachbarschaft dann gelegentlich (übrigens ohne Startgebühren und – neuerdings sogar – zusätzliches Greenfee) mal ein fremdes Geläuf betraten.

 

 Nun, wie wir alle wissen, haben sich die Dimensionen verändert. Und auch bei den HeMiGos des GCI ist man in diesem Jahr bis an die Grenze der Hotelkapazitäten gegangen, um weitere Abwechslung in Sachen „Golfplätze sammeln“ zu erreichen. Schon auf der Weihnachtsfeier hatten sich an die 30 Personen vor-angemeldet und das Führungstrio von HeMiGo fand für maximal 25 Leute ein Zimmer. Lutz Siegmann, Heiner Köstermann und Jochen Lotze – aber auch Udo Maroske, der meist hilfreich an der Seite der drei stand – sei Dank für diese logistische Leistung ausgesprochen. Lutz hatte sicher die Hauptlast mit der Organisation und erhielt am Ende zu recht eine kleine Anerkennungsgabe aus einer Sammlung unter den Teilnehmern.

 

Neue Dimensionen hatten auch die besuchten Clubs, zumindest für uns Flachländer, denn weder mein Freund Harvey noch ich erinnern sich, dass wir auf den vergangenen Sommerreisen derartig gewaltige Höhen – topographisch gesehen – erreicht hätten. War schon der – noch niedersächsische - Platz auf Gut Wissmannshof (schöner Blick über die Fulda nach Kassel) ein kleiner Gipfelsturm, so kam es noch heftiger auf dem Platz von Waldeck, den mit einem Kart zu bespielen sicher die komfortablere Variante ist und der Aussichten auf die Stadt und Burg Waldeck bietet. Schließlich der älteste der drei Plätze – Kassel-Wilhelmshöhe, inmitten hochhügeliger Wälder -, auch hier waren Bergwanderer-Qualitäten gefragt. Angesichts der Ergebnisse kann man wohl sagen, dass die meisten von uns noch etwas mehr Erfahrung mit Schräglagen brauchen; es war schwierig einzuschätzen, wie weit ein Ball noch weiterrollt, wenn es bergab, und wie viel kürzer der Schlag wurde, wenn es bergan ging. Ganz zu schweigen von den Überraschungen, die auftreten, wenn der Ball auf einen schrägen Hang aufschlägt und dann gelegentlich sehr eigenwillige Wege geht. Die Ergebnisse wurden von Tag zu Tag – wenn auch nicht für jeden – besser. Wem es schlechter erging, der konnte sich mit den schönen Ausblicken in Wissmannshof und Waldeck und der lauschigen Waldlandschaft in Kassel (sehr gepflegte Anlage) trösten. Glück hatten alle, weil es - im Gegensatz zu anderen Regionen – praktisch keinen Regen gab. Der setzte pünktlich, aber eben erst nach Beendigung der Runde in Kassel ein.

 

 Im Ringhotel „Roggenland“ in Waldeck hatten wir den Raum „Buchholz“ für uns und wurden aufs Allerfeinste (sehr freundlicher Service und ausgezeichnete Küche) bedient. Die Abende schlossen unter diesen Umständen denn auch (überwiegend in bier- oder weinseliger Stimmung) die meisten in der Hotelbar ab; die Raucher unter uns waren besonders erfreut, die Nichtraucher nahmen es nicht zu schwer und zeigten sich tolerant – danke, liebe Freunde!

 

 Wiederum neue Dimensionen waren bei der Preis-Vergabe zu vermelden. Erstmals wurde das Teilnehmerfeld in zwei (fast) gleichgroße Gruppen A und B geteilt, so dass jeden Tag sechs Sieger geehrt werden durften. Dazu gab es natürlich die Gesamtwertung über die drei Turniere. Jochen Meder – herzlichen Dank an Dich, Jochen! - spendierte zusätzliche Preise für jeweils zwei „nearest-to-the-pin“-Wertungen. Ungewöhnlich, aber auf „longest-drive“ wurde aus technischen Gründen verzichtet. Verdient wäre ja auch ein Preis für die vier (!!) Luftschläge in Kassel hintereinander gewesen, doch Golfer sind sooo gehässig nun auch wieder nicht – Namen werden selbstverständlich nicht genannt, da schweigt des Sängers Höflichkeit. Und - wer weiß? - vielleicht hat sich ja auch einer dabei verzählt?

 

 Wir hatten also nur Sieger: Allen voran war Johannes Raedler mit 97 Punkten Gesamtsieger der Gruppe A, Ulrich Brunke schoss mit 95 Punkten in der Gruppe B den Vogel ab. Zweite wurden in Gruppe A Heiner Köstermann (91) und in der Gruppe B Siegfried Zerezke (92). Die Preise für Platz drei gingen an Dirk Oppermann (A / 91) und Stefan Krahnstöver (B / 90).

 

 Die Tagessieger waren in Wissmannshof Heiner Köstermann (35 Punkte, Gruppe A – vor Dirk Oppermann und Horst Jagau) und Ulrich Brunke (35 P. Gruppe B – vor Willi Rau und Peter Kirch), in Waldeck Johannes Raedler (35 Punkte, Gruppe A – vor Jochen Lotze und Hans-Joachim Jost) und - schon wieder – in Gruppe B Ulrich Brunke (34 P. – vor Willi Rau und Otto Lübbe) In Kassel schließlich gewannen Lutz Siegmann mit 32 Punkten in Gruppe A (vor Johannes Raedler und den punktgleichen Klaus Schmidt und Dirk Oppermann) und Siegfried Zerezke mit 35 Punkten in der B-Gruppe (vor Fritz Funke und Stefan Krahnstöver).

 

 Bei den vielen „nearest-to-the-pin“-Wertungen schaffte es keiner zweimal. In Wissmannshof an Loch 11 war Johannes Raedler 3,20 m entfernt, an Loch 18 lag Heiner Köstermann 3,42 m von der Flagge. In Waldeck holten sich Jochen Lotze an Loch 2 mit 13 m und Fritz Funke an Loch 15 mit 4,90 m die Preise. In Kassel lag Lutz Siegmann 2,13 m neben der Fahnenstange an Loch 12 und Dietrich Mack schoss den Vogel an der 17. Bahn mit 3,09 m ab.

 

 Der Regen setzte, wie schon erwähnt, während der Abschlussfeier ein und störte (außer auf der Heimfahrt) eigentlich niemanden mehr. Lutz Siegmann kündigte an, er werde die Organisationsaufgaben an einen Nachfolger übergeben; Bernd Wittweg stellte spontan in Aussicht, im nächsten Jahr dafür einzuspringen. So konnte optimistisch der Blick von den Höhen Kurhessens hinab in die neuen Dimensionen der Zukunft wandern ....

Halbzeit für die HeMiGo - Saison 2008

Beste Stimmung nach dem Wettspiel am 18. Juni 2008
Die Sieger vom 18. Juni; stehend: v.l. Peter Kirch, Uwe Zapf, Michael Butzmann, Captain Heinrich Köstermann, Joachim Meder, Otto Lübbe; knieend: Lutz Siegmann, Dirk Rissmann
Wettspiel gegen die Golf-Buster Burgdorf: Eine imposante Runde
Hans-Georg Brettschneider mit dem neuen Pokal
Ein stolzer SeMiGo-Captain Klaus Bradenstahl nach dem knappen Sieg

Bericht: Heinrich Köstermann

 

Am 9. April starteten 28 Herren (bei wirklich nicht ganz optimalen Bedingungen) zur HeMiGo- Saisoneröffnung. Seitdem haben wir in bisher 13 Wettspielen bei extrem unterschiedlichsten Bedingungen (wer kann sich schon an ein Turnier erinnern, das mit 2 Runden zu je 9 Loch auf den Bahnen 1-8 und 18 nur bei Nachweis des Freischwimmerzeugnisses gespielt werden konnte) absolviert.

 

Sehr erfreulich ist die kontinuierliche Erweiterung unserer Gruppe in diesem Jahr um ca. 10 Mitglieder. Diese fühlen sich nach eigenem Bekunden in unserer Runde sehr wohl. Die größere Teilnehmerzahl führt auch dazu, dass wir in dieser Saison die Schallmauer von 30 Startern (und damit das Recht zum Abschlag an 1 und 10) fast regelmäßig übertreffen. Durch ein dosiertes Mischen von Spielern mit niedrigen und höheren Stammvorgaben versuchen wir a) ein besseres gegenseitiges kennen lernen und b) auch einen Informationsaustausch zu Spiel und Club zu erreichen. Die Stimmung könnte kaum besser sein. Dies wird auch dokumentiert durch kontinuierliche fast vollständige Teilnahmen der Teilnehmer an dem „Nachspiel“ im 19. Loch (Bild 1), natürlich mit Siegerehrung, siehe Bild 2. Die Erstplatzierten der jeweiligen Wettspiele sind der angefügten Tabelle (erstellt von Johannes Raedler) zu entnehmen. Aus diesen Ergebnissen der normalen Wettspiele in unterschiedlichster Spielform sind folgende Ergebnisse (Stbf.) hervorzuheben:

 

Brutto: 31 Pkt. Peter Detlefsen, 30 Pkt. Uwe Zapf;

Netto: 59 !!! Pkt. Hans- Eberhard Stieglitz, 45 Pkt. Heino Gödecke, 44 Pkt. Rolf Brettschneider (2 x), Peter Michael Töpfer und Hans- Eberhard Stieglitz.

 

Nicht unerwähnt bleiben dürfen die Spender etlicher Flaschen mit edlem Inhalt für Sonderpreise (Nearest to the pin usw.): Gerd Hundertmark, Bernd Wittweg und Joachim Meder.

 

Sportlich gesehen ragen natürlich unsere Wettspiele (dieses Jahr als Gastgeber) gegen Rehburg-Loccum (7.Mai) und Burgdorf (2.Juli) heraus.  Der Sieg gegen Rehburg- Loccum ist dabei für uns besonders wertvoll, war er doch der erste überhaupt in der 10- jährigen Tradition. Leider ging das Wettspiel (Lochspiel) gegen Burgdorf (70 Teilnehmer !!, siehe Bild 3) mit 16 zu 17 ganz knapp verloren, so dass der Captain der Golf-Busters Burgdorf, Hans- Georg Brettschneider, den neu eingeführten Pokal in Empfang nehmen konnte (Bild 4).

 

Das neu ins Leben gerufene Wettspiel gegen die Senioren (SeMiGo) am 23.4. wurde leider bei 15 gewerteten Spielern jeder Mannschaft mit 444 gegen 445 !! Stableford- Punkten verloren. Dagegen konnten wir den Pokal im Wettspiel gegen die DiDaGo- Damen erfolgreich verteidigen. Der Bericht hierzu ist bei DiDaGo zu finden.

 

Die Zusammenarbeit des im letzten Jahr begründeten 3-er Führungs-Teams, bestehend aus Heinrich Köstermann, Jochen Lotze und Lutz Siegmann hat sich weiterhin bestens bewährt.

 

Vor uns liegende bemerkenswerte Ereignisse sind: Fortsetzung und Abschluss des beliebten Rotweincups (noch 2 von 6 Wettspielen) und natürlich die Sommerreise, die in diesem Jahr mit 25 !! Teilnehmern vom 20. - 22. August stattfindet. Gespielt werden die Plätze Wissmannshof, Waldeck und Kassel- Wilhelmshöhe, ein gutes Training für den am nächsten Tag bei uns stattfindenden Möbel Hesse- Cup.

 

HEMIGO_2008_Halbzeit.pdf

HeMiGo-Tabelle zum Herunterladen

HeMiGo - Reisegruppe in Tunesien

Hans-Udo Maroske

 

Vom 04. bis 11.03.08 erfolgte eine privat organisierte Reise von 13 HeMiGo-Herren nach Hammamet/Tunesien. Standort war das Hotel "The Sindbad" in Hammamet, von wo per Shuttlebus-Service die Plätze Citrus (2 x 18 Loch), Yasmine und El Kantaoui besucht wurden.

 

 6 x standen 18 Loch auf dem Programm, am 1. Tag bei leichtem Regen, die nächsten 2 Tage bedeckt und die restlichen Spieltage vorwiegend bei Sonnenschein, aber insgesamt unerwartet sehr kalt. Es hat der Spielfreude keinen Abbruch getan, wenn auch die Ergebnisse zu wünschen übrig ließen.

 

 Überragend spielte Peter Detlefsen, der allein 5 x Tagessieger wurde, damit bei einem Streichergebnis auch souverän Gesamtsieger der Gruppe A. Auf dem 2. Platz landete Dr. Lutz Siegmann, 3. wurde Johannes Raedler. In der Gruppe B war Kurt Baumann vorn, einen Schlag vor Klaus Schmidt und als 3. Dr. Joachim Meder, der bei gleicher Punktzahl nach Stechen vor Bernd Wittweg lag. Die Ergebnisse spiegelten die Schwierigkeiten der Plätze wieder, ungewohnt für uns waren die pfeilschnellen Grüns und unangenehmer tiefer Bunkersand.

 

 Die Halbpension im Hotel war passabel, Nearest-to-the-Pin-Sieger und sonstige Anlässe sorgten für die nötigen Runden an der Bar. Ein Taxi-Ausflug wurde auch zur Medina/Basar in Hammamet unternommen, wo das Feilschen mit den Händlern teils sportlichen Wettbewerben glich.

 

 Bedanken möchte sich der Verfasser bei Prof. Dr. Heiner Köstermann und Dr. Lutz Siegmann, die durch Startlistenvorbereitung, Scorekarten und Auswertungen zum reibungslosen und harmonischen Ablauf der Woche beigetragen haben. Auch unsere Reiseagentur hat durch einen beträchtlichen Bonus für Runden an der Bar und Tee-Geschenke gesorgt.

 

Die beiden Fotos zeigen die Reiseteilnehmer am Abschlag des Citrus Golf Club - La Forét Course und alle Wochensieger im Hotel nach der Siegerehrung.