Harveys Betrachtungen: „Preis der BW-Firmengruppe und der Kanonenstart“

Hans-Joachim Jost

 

Nun ist mit der bereits siebten Austragung dieses Turniers im Rahmen der offenen Golfwoche des GCI eine Tradition begründet worden, das sagte – vielleicht nicht wortwörtlich, so doch sinngemäß - selbst der gute Bernd Wittweg nach der Runde, dem guten Essen (Ingo Welt und seiner Mannschaft sei gedankt) und kurz vor der Siegerehrung. Wir können also auch in Zukunft mit ihm und seinem neuen Co-Sponsor (Classic Sports) rechnen und die beliebte Hole-in-one-Versicherungspolice entgegennehmen. Das Turnier ging bei besten Bedingungen und mit guten Ergebnissen zu Ende. Bernd war während des Spiels permanent mit dem Cart auf der Runde, um Hilfe und Ansporn zu geben. Die südafrikanische Fußball-WM störte auch nicht.

 

Wegen der schon im Winter veröffentlichten Ausschreibung, die den „Früh-Buchern“ eine kleine Belohnung (eine Flasche Crémant) in Aussicht stellte, war das Turnier bereits im Januar ausgebucht, so musste man die maximal zu bewältigende Teilnehmerzahl über den Platz bringen. Etliche zusätzliche Sonderpreise (u.a. „Nearest- to-the-Line“) machten ein golferisches Event aus dieser Veranstaltung mit Niveau, aber es blieb gleichwohl stets locker und gelassen. Zwar war es interessant, zu hören, um wie viel der Wert der Policen gestiegen ist (nämlich über 8%), aber wie sich das Portefeuille zusammensetzt, sollte wohl geheim bleiben – eine gute Werbung ist es allemal. Natürlich kommen auch noch die Sieger in diese Zeilen, weiter hinten, als Höhepunkt sozusagen.

 

Doch ein paar – man verzeihe – rein persönliche Ansichten meines Freundes Harvey zum Kanonenstart sollen doch schon mal in Ihre, der Leserschaft, Köpfe eindringen. Und weil Harvey ein sehr zurückhaltender Sportsmann ist, lässt er jede andere Ansicht ganz genau so gelten – aber ein wenig provozieren mag er schon wollen.

 

„Um Gottes Willen!“ würde Harvey zum Beispiel stöhnen, läse er auf der Startliste, dass er am Tee 12 abschlagen müsse. Das wären schon mal fast zwei zusätzliche Kilometer gehen – und das noch bei Hitze! Alle Spielerinnen und Spieler sind auf Achse, die Autoparkplätze erleben Stau-Situationen. Ein Gewusel wie auf der Georgstraße, noch schlimmer aber ergeht es ihm, Harvey, auf der Driving Range und dem Putting Green. Kaum fände er eine Lücke und stünde an der Abschlag-Schnur zusammen mit den anderen wie Hühner auf der Stange, so eng wie bei Käfighaltung. So könne er kaum die nötige Ruhe und einen ruhigen Schwung beim Einschlagen finden. Und bei der Unmenge an Bällen auf dem Putting Green fände er seine eigenen trotz der Markierung wahrscheinlich gar nicht wieder. Vom Getriebe genervt, müsse er dann die langen Zusatzstrecken laufen, um an einem ungewohnten Tee abzuschlagen. Der Spielrhythmus – nicht von Loch 1 bis 18 oder allenfalls noch 10 bis 9 - wäre völlig anders, eine Normalleistung könne auf diese Weise kaum erbracht werden. Schließlich ginge ihm nach dem langen Rückmarsch das „Kanonen-Duschen“ auch auf den Wecker. Weil ja alle gleichzeitig zurückkehrten, stünden lange Warteschlangen vor den drei Duschen und man bekäme kaum Platz, sich die frische Kleidung anzuziehen. Nein, das alles sei nicht so schön und in der Gastronomie wäre auch das Gedränge groß, weil alle auf einmal den Ansturm auf Erfrischungen vollführen.

 

Natürlich gibt es viele Golferinnen und Golfer, die bessere Nerven als Harvey haben und sich an den Dingen, die Harvey ärgern, nicht im Geringsten stören. Es fragt sich, worin der Vorteil vom Kanonenstart eigentlich liegt. Außer, dass die Organisation pünktlicher (das heißt also: eher) nach Hause gehen kann, weil das Warten auf den letzten Flight wegfällt. Nachdem Harvey mir seine Meinung gesagt hatte, begann ich  laut zu grübeln, ob es anderen auch so gehe. „Frag’ sie doch einfach!“ sagte Harvey und sog an seiner Tabakspfeife.

 

Wie auch immer die Ansichten zu diesem Thema sein mögen. Gutes Golf gibt es auch bei Kanonenstarts, was man an den nun folgenden Ergebnissen der Sieger erkennen kann.

 

Brutto DamenBirgit König (22 BP) – Brutto HerrenDr. Heiner Renk (26 BP), beide GC Isernhagen

Klasse A

1. Platz Dietrich Mack, GC Isernhagen (36 NP) gefolgt von Heinz Eremit, GP Steinhuder Meer (35 NP) und Hans-Udo Maroske, GC Isernhagen (34 NP

Klasse B

1. Platz Günter Wunram, GC Langenhagen (38 NP) gefolgt von Ralph Criée (37 NP) und Jörg Limburg (37 NP) – beide GC Isernhagen

Klasse C

1. Platz Kirsten Knöfler (37 NP) gefolgt von Hildegard Jentsch (37 NP) – beide GC Isernhagen und Ute Düker, GC Langenhagen (37 NP)

 

Nearest-to-the-Pin

Damen – Heike Andritzky              Herren - Ralph Criée

Longest Drive

Damen – Birgit König                     Herren – Peter Detlefsen

Nearest-to-the-Line

Damen – Nathalie Heinrich             Herren – Wolfgang Hühn

 

 

 

 

Kokenhof open 2010– Einzel-Stableford 18 Löcher

 

21 Flights a 4 Golfer und Golferinnen starteten an diesem Morgen in ein wunderschönes Turnier mit zum Teil hervorragenden Ergebnissen. Leider war Petrus den Spielern nicht so freundlich gesonnen und das „Zwiebelprinzip“ kam mehr als einmal zum Einsatz. Der guten Laune tat dies aber keinen Abbruch – ganz im Gegenteil – die Spieler waren in Höchstform.

 

Ein Veranstalter der Sonderklasse, 84 Teilnehmer/innen aus 10 Golfclubs (sogar aus dem Ausland und Ruhpolding angereist) und ein hervorragend zu spielender Golfplatz – davon träumen Golfer – So, wie wir an diesem Tag verwöhnt wurden, spricht für den Ausrichter.

 

Schon vor Beginn des Turniers wurden wir – wie im vergangenen Jahr - durch ein reichhaltiges Frühstücksbuffet verwöhnt. Ralf Zurbruegge und Martin Jentsch begrüßten die Teilnehmer gemeinsam und schickten sie zum Kanonenstart auf die einzelnen Fairways – gut gestärkt und hochmotiviert gingen die Spieler auf die Bahnen – ein wunderschönes Bild.

 

An Tee 10 dann die nächste Überraschung. Für die einen im strömenden Regen, für andere bei strahlendem Sonnenschein – erneut ein „Leckerbissen“. Herrliche Erdbeeren und andere Früchte, leckere Gebäckstücke und zur Aufmunterung ein Gläschen „Prosecco“ (alkoholfrei!!) gesponsert vom Kokenhof. Alle haben es genossen.

 

Fast 6 Stunden wurde gespielt. Trotz der sehr hohen Teilnehmerzahl ohne lange Wartezeiten - Kompliment und Dank an die Spielführer Martin Jentsch, Ralph Crieé und Jan Stolle.

 

Der Sponsor hatte die Zeit genutzt, um im Clubhaus ein erneutes „Highlight“ der Kokenhof-Gastronomie zu präsentieren. Ein Warm-Kalt-Buffet der Sonderklasse wartete auf die Spieler. (Ganz besonders liebevoll die Speisekarte mit dem aufgedruckten Golfball).  Auch an dieser Stelle nochmals Dank an Herrn Zurbruegge vom Kokenhof.

 

Ralf Zurbruegge und Martin Jentsch nahmen gemeinsam die Siegerehrung vor und  die Gewinner konnten sich über einen wahren Regen von speziell ausgesuchten Gewinnen freuen – auch hier nochmals ein „Danke schön“ an unseren überaus großzügigen Sponsor. Es ist zumindest schon angedacht, auch im Jahr 2011 wieder im Golfclub Isernhagen das „Kokenhof open“ auszutragen. Freuen wir uns schon jetzt darauf.

 

Bruttosiegerin Damen wurde Birgit König (20 BP/34NP) – bei den Herren siegte Joachim Held (29 BP/38NP) mit einem neuen HCP von 8,7.

Klasse A Netto 1. Platz Michael Butzmann (39 NP) gefolgt von Ryusho Kutani (39 NP) und Lars Jensen (37 NP). Alle vom GC Isernhagen.

Klasse B Netto 1. Platz M. Amin Khelkhal, Burgdorfer GC (41 NP) gefolgt von Peter Koch, GC Isernhagen (38 NP) und Uschi Hemeyer-Brettschneider, Burgdorfer GC (35 NP).

Klasse C Netto 1. Platz Ulrike Taeger, GC Isernhagen (41 NP) gefolgt von Olaf Mende, GC Ruhpolding (41 NP) und Rainer Buchheld, GC Isernhagen (38 NP).

Nearest-to-the-Pin

Damen Mandy Hahn, GC Langenhagen, Herren  Hans-Udo Maroske GC Isernhagen

Longest Drive

Damen Constanze Senholdt, Burgdorfer GC, Herren Helmut Durst G Burgwedel

 

Fröhlicher Start mit einem guten Frühstück
Hans-Georg Brettschneider, Burgdorfer GC, vor „seinem“ Baum
Gespannte Aufmerksamkeit vor dem Turnier
Lothar Küttner freut sich über den „Break“
Rainer Buchheld – 3. Platz Klasse C
Lothar Mende – 2. Platz Klasse C und Ralf Zurbruegge
Ulrike Taeger – Sieger Klasse C
Uschi Hemeyer-Bretschneider – 3. Platz Klasse B
Peter Koch, 2. Platz Klasse B
M. Amin Khelkhal – Sieger Klasse B
Lars Jensen, 3. Platz Klasse A
Ryusho Kutani, 2. Platz Klasse A
Ein strahlender Michael Butzmann – Sieger Klasse A
Birgit König – strahlende Bruttosiegerin
Held – Sieger im Brutto bei der Bruttorede