No risk, much fun !? - Vierer-Clubmeisterschaften am 12. und 13.6.2010
Hans-Joachim Jost
Nur 12 (in Worten: zwölf) Teams stellten sich der Aufgabe. Eine Enttäuschung, die zum Nachdenken veranlasst; und es wäre beinahe zur Absage gekommen, hätten nicht schon die Preise in Erwartung höherer Beteiligung bereitgestanden. Die Platzverhältnisse – besonders die Grüns - waren sehr gut, auch wenn die Folgen des langen Winters auf einigen Fairways noch immer sichtbar sind, im Gegensatz zu den blauen Linien, die die schadhaften Areale mit Erleichterungsmöglichkeiten markieren.
Am Ende der ersten Runde am Sonnabend wurden die meisten doch noch vom Regen erwischt , konnten sich aber bei der zweiten Runde besten Wetters erfreuen. Die geringe Beteiligung schmälerte natürlich nicht die guten Leistungen, vielleicht war ja die „intime“ Atmosphäre eine Ursache für die lockere Gelassenheit der Mannschaften, so dass Frust nicht aufkam. Bevor wir die Sieger/innen nun bekannt geben, wollen wir doch mal auf die Spielform und die Motivation eingehen.
Churchills Behauptung, Golf sei nichts weiter als ein „verunglückter“ Spaziergang, trifft m. E. nur dann zu, wenn man nicht mit seinen Mitbewerber/innen im Flight zufrieden ist. Anderen – oder besser: – normalen Falls ist es schon eine Erholung und ein Vergnügen, wie es hoffentlich vielen am Wochenende ergangen ist, und Churchill sähe sich zu einer Rücknahme veranlasst. Worin könnte denn das „Unglück“ liegen?
Unter anderem sicher darin, dass man seinem/r Partner/in im Vierer, im klassischen zumal, eine enorme Verantwortung auferlegt, die man im Einzelspiel selbst zu tragen hätte (und auch gern übernimmt). Dazu kommt zweitens, dass man ihm oder ihr, dem Partner, der Partnerin, gern „mundgerecht“ eine perfekte Ausgangssituation für dessen nächsten Schlag schaffen möchte, also eine sich selbst auferlegte Verpflichtung, den Ball in eine (für die anderen günstige, also seinem Können und seinen Vorstellungen entsprechende) Lage zu placieren. Die Summe von Verantwortung und Verpflichtung ergeben: Es ist was dran, an der Behauptung, der klassische Vierer sei das schwerste Spiel im Golf überhaupt. Denn neben diesen beiden Komponenten ist ja auch der Spielrhythmus ungewohnt; es dauert schon ein wenig, bis man sich an so „wenig Spiel“ und soviel „spazieren“ gewöhnt hat. Vielleicht auch fällt es schwer, nach Benutzung des Drivers schon gleich darauf auf einen Wegde-Schlag umzustellen oder gar bereits den entscheidenden Putt zu senken. Hinzu kommt ein kleiner „Wermutstropfen“, nämlich das Problem, dass wir ohne Chance, helfend eingreifen zu können, mitleiden müssen, wenn der/die Partner/in einen Dackeltöter fabriziert. Umgekehrt ist es für ihn/sie genauso schlimm, wenn man den Ball aus 80 Metern in den Teich, statt aufs Grün semmelt.
Da nun aber die Vorgabeverbesserung oder –verschlechterung keine Rolle spielt, fragt sich der Golf-Grübler, was der Grund für die geringe Beteiligung - gar an einer Clubmeisterschaft - sein mag. Finden unsere Spielerinnen und Spieler keine Partner/in ihres Vertrauens oder sind sie nicht bereit, Verantwortung im Team zu übernehmen? Natürlich ist ein Bruttospiel nicht gerade mit realistischen Siegesaussichten für Handicapper über – sagen wir mal zum Beispiel 32 – gesegnet, doch Nettopreise sind ja schließlich auch da! Also: Warum nicht mal einen „Spaziergang“ machen und einfach genießen? Er wird kaum verunglücken, wenn gute Laune, eine Portion Gelassenheit und gegenseitiges Vertrauen und Verzeihen mitgebracht werden. In diesem Sinne sollten wir uns auf nächstes Jahr freuen. Es wäre zu traurig, wenn das schwerste Golfspiel wegen Mangel an Beteiligung „stirbt“.
Ergebnis der Vierer-Clubmeisterschaften 2010:
1. Brutto:
Björn Dette/Marco Ludewig, gefolgt von Uta Rißmann/Lars Jensen
1. Netto Klasse A:
Michael Butzmann/Gerald Müller gefolgt von Frauke Brockmann/Renate Fircks-Lüders
1. Netto Klasse B:
Helmut Dehning/Carsten Dehning, gefolgt von Dirk Rißmann/Hannelore Rißman
Dr. Heiner Renk/Rosie Renk erhielten einen Sonderpreis für den besten gemischten Flight.
GCI-Clubmeisterschaften Seniorinnen und Senioren und Jugend 2009
Hans-Udo Maroske
Sportlicher Höhepunkt eines jeden Golfclubs sind die jährlichen Clubmeisterschaften. Für 2009 hatte sich der Sportausschuss für eine zeitliche Trennung der Seniorinnen, Senioren und der Jugend entschieden. Am 29./30. August 2009 begannen jetzt die Seniorinnen, dann die Senioren und danach die Jugend. Es wurde jeweils am Samstag und am Sonntag eine volle Runde Zählspiel vorgabewirksam gespielt.
Bei den Seniorinnen lieferten sich die Damen Birgit König (93 und 91 Schläge), Dr. Margret Engelhardt (96 und 89 Schläge) und Rosie Renk (92 und 93 Schläge) einen heißen Kampf, den Birgit König dann mit insgesamt 184 Schlägen als Brutto-Clubmeisterin für sich entscheiden konnte.
Im Netto-Ergebnis hätte Dr. Margret Engelhardt mit 147 Netto-Punkten gewonnen. Netto-Siegerin wurde (weil Brutto vor Netto) mit 148 Punkten Uta Krabbes vor Karin Bradenstahl mit 150 und Ursula Baesgen mit 156 Netto-Punkten.
Dr. Margret Engelhardt konnte sich um 2, Karin Bradenstahl um 1 Zähler im Handicap verbessern.
Auch bei den Senioren war es spannend. Hier hatten auch unsere „1-stelligen“ gemeldet, die dann auch den Brutto-Sieger unter sich entschieden. Nach der 1. Runde am Samstag lag Dr. Heiner Renk mit 82 Schlägen vor Günter Spahn mit 84 und Uwe Zapf mit 88 Schlägen. Am Sonntag lag dann Dr. Heiner Renk nach 9 Loch noch mit 3 Zählern in Front, musste dann aber schon an Bahn 10 durch einen Triple-Bogey die Führung mit Günter Spahn teilen, der dann auch konstanter spielte und mit 84 und 85 Schlägen vor Dr. Heiner Renk mit 82 und 89 Schlägen Brutto-Sieger wurde. Uwe Zapf konnte seinen 3. Platz nicht halten und musste diesen an Jürgen Wendt mit 91 und 86 Schlägen abgeben.
Bei der Netto-Wertung konnten sich unsere spielfreudigsten Senioren in den Vordergrund schieben. Hervorragende Runden spielte unser Präsident Dr. Peter Haverbeck, der mit 147 Netto-Punkten Netto-Sieger wurde, vor Ryusho Kutani mit 149 und nach Stechen Jochen Lotze mit 152 Punkte als Dritter.
Durch CSA + 3 für die 2. Runde gab es dann noch Unterspielungen für Dr. Peter Haverbeck, Ryusho Kutani und Dirk Oppermann um 1 und für Jürgen Wendt um 2 Punkte.
Die Organisatoren hätten sich sowohl bei den Seniorinnen als auch bei den Senioren eine bessere Beteiligung gewünscht. Bei einer Clubmeisterschaft sollte man dabei sein und den sportlichen Aspekt sehen, auch wenn man beim Brutto nicht eingreifen kann. Die Netto-Ergebnisse zeigen, dass jeder, der gute Runden spielt, im Netto einen Preis gewinnen und sein Handicap bestätigen kann.
Auch bei der Jugend gab es – bei leider geringer Beteiligung – gute Ergebnisse. So wurde Uta Rißmann mit Runden von 88 und 82 Jugend-Clubmeisterin. Sie verbesserte gleichzeitig ihr Handicap von 9,6 auf 8.8. Laura Ewald landete mit 99 und 92 Schlägen auf dem 2. Platz. Bemerkenswert: Unsere Jugend-Clubmeisterin lag mit ihren Ergebnissen vor der Senioren Meisterin.
Bei den Jungen wurde Björn Detto seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit 86 und 85 Schlägen die Clubmeisterschaft. Fabrice Windus kam mit 98 und 91 Schlägen auf den 2. Platz. Netto-Sieger wurde Theo Lüders, der gleichzeitig sein Handicap von 26,5 auf 26,0 verbesserte.
Am 5./6. September 2009 folgt jetzt die Damen- und Herren-Clubmeisterschaft. Hier werden wir sicher einige der vorgenannten Spieler wiedersehen.















